Willkommen im Unbewussten!

Hypnose · Wissen · Show in Leipzig

Hypnose - was ist das?

Wir unterscheiden drei stabile Bewusstseinszustände: Wachzustand, Traumschlaf und Trance. Während die Wahrnehmung im Wachzustand nach außen gerichtet ist (zum Beispiel auf diesen Text), während du im Traumschlaf durch das Unbewusste reist, ist die Trance ein Zustand, in dem sich die Grenzen zwischen den bewussten und unbewussten Anteilen zunehmend auflösen. Neben dieser Vermischung der Bewusstseinsebenen sind "Fokussierung", "Wahrnehmung" und "Entspannung" relevante Stichworte.

Die Hypnose ist keine Technik, wie oft behauptet. Sie ist eine natürliche Form der Trance, die in alltäglichen Ruhesituationen hin und wieder spontan auftritt, besonders aber durch eine geleitete Induktion erreicht, vertieft und vielfältig genutzt werden kann. In den folgenden Videos erkläre ich dir einzelne Aspekte der Hypnose - anhand von LEGO. Weitere spannende und nützliche Aspekte von Kognition und Hypnose findest du in meinen Kanälen auf ➜ Spotify (Audio) und ➜ Wistia (Video).


🎥 Hypnose mit LEGO erklärt - Wachsein, Traumschlaf, Trance

Eine kurze Geschichte der Hypnose

Die Kulturgeschichte der Hypnose beginnt mit dem altägyptischen Tempelschlaf (Enkoimesis), der schon bald von den alten Griechen und Römern übernommen wurde. Ein anschauliches Beispiel für rituelle Hypnose im Altertum ist das unterirdisch angelegte Hypogäum von Ħal-Saflieni auf Malta (3800 bis 2500 v.Chr.). Nicht zu vergessen sind die Jahrtausende alten Trance-Techniken aus dem indischen und fernöstlichen Raum.

Mit Franz Anton Mesmer (*1734 in Iznang; † 1815 in Meersburg) erreichte die methodische Nutzung der Hypnose die Neuzeit. Obwohl Mesmers Erklärungen der von ihm ausgelösten Effekte keiner Prüfung standhielten - er postulierte den animalischen Magnetismus - war seine Arbeit ein Meilenstein in der praktischen Nutzung der Hypnose als Therapieform. Sigmund Freud (* 1856 in Freiberg/Mähren; † 1939 in London) hingegen war ein ausgesprochen unfähiger Hypnotiseur, was sich gut aus seinem strengen und lieblosen Charakter ableiten lässt. Als Gegenentwurf zum spröden Freud kann der US-Amerikaner Milton H. Erickson (* 1901 in Aurum; † 1980 in Phoenix) gesehen werden, der die Nutzung der Hypnose in der Psychotherapie maßgeblich beeinflusste.

Nutzbarkeit von Hypnose

Der Zustand einer Hypnose wird durch mentale und körperliche Entspannung erreicht. So ist schon die reine Hypnosedierung eine nützliche Entspannung, die uns bei regelmäßiger Anwendung z.B. mit einer positiven Wirkung auf die Stressregulation beglückt. Gerade die Möglichkeit zur Selbstanwendung macht Hypnose hierbei interessant.

Sehr effektiv ist Hypnose bei Verhaltensänderungen, wie z.B. der Rauchentwöhnung. Ein weiteres Anwendungsgebiet ist die Schmerzfreiheit, die bei gut trainierten bzw. hochsuggestiblen Personen sogar die Narkose im Rahmen von Operationen ersetzen kann. Das mentale Training im Sport ist ein Feld, in dem Hypnose - sehr klar vom therapeutischen Gedanken getrennt - zur Verbesserung und Automatisierung vorhandener Fähigkeiten mit hoher Effizienz verwendet wird.


🎥 Hypnose - beidhändiges Zeichnen

Sonderfall: Autogenes Training

Das Autogene Training ist eine spezielle Form der Selbsthypnose. In der sog. Unterstufe werden sieben Schritte gegangen, die bei geübtem Ablauf in eine stabile hypnotische Entspannung führen. Darauf aufbauend können in der Oberstufe therapeutische Selbstanwendungen vorgenommen werden. Die einzelnen Bereiche, die in der Unterstufe in den erwünschten Zustand führen, sind:

 1. Ruheübung
 2. Körperschwere (vornehmlich: Muskelschwere)
 3. Körperwärme (vornehmlich: Muskelwärme)
 4. Regulierung des Blutkreislaufs (Puls)
 5. Regulierung der Atmung
 6. Regulierung des inneren Organe (vornehmlich: Solar Plexus)
 7. Stirnkühle

Die Einfachheit dieser Unterstufe liegt sowohl in der leicht zu erlernenden Methodik der Autosuggestion (z.B. "Mein linker Arm ist ganz schwer."), wie auch in der Kürze der einzelnen Übungen. Da der Teufel im Detail steckt, ist es trotz dieser Einfachheit empfehlenswert, das Autogene Training in kompetenter Begleitung zu erlernen.

Grenzen der Hypnose / Kontraindikationen

Theoretisch liegen die Grenzen der Hypnose dort, wo der Geist keinen Einfluss mehr auf sich selbst oder den Körper nehmen kann. Diese Grenze der Einflussnahme ist u.a. von der individuellen Situation, dem konkreten Ziel und der persönlichen Erfahrung mit Hypnose abhängig. Was im Blick bleiben sollte, das sind die Kontraindikationen: Situationen, Eigenschaften (z.B. Krankheit) usw., die eine Hypnose entweder unmöglich oder sogar gefährlich machen.

Mit Blick auf den Hypnotiseur ist ebenfalls Vorsicht geboten. Einerseits kann Hypnose tatsächlich schnelle und dauerhafte Ergebnisse erzielen, andererseits sind wir gerade im Coaching-Bereich oft mit Symptomverschiebungen konfrontiert, die das eigentliche Problem umgehen, die Klienten jedoch "erfolgreich" von einem Symptom zum nächsten treiben. Auch deshalb empfiehlt es sich, eigenes Wissen aufzubauen, bevor Hypnose als therapeutisches Werkzeug in Betracht kommt.

Meine Ziele und Hintergründe

Portrait Dominic Memmel
Dominic Memmel
➜ dominic-memmel.de
➜ Mail ✉️

Neben der therapeutischen Nutzung, deren Feld ich ausdrücklich nicht bediene, ist die Hypnose ein vielfältiges und wirkmächtiges Werkzeug zur mentalen Selbstregulation. Ziel meiner Arbeit ist es, Menschen bei der Nutzung des natürlichen hypnoiden Bewusstseinszustands in Theorie und Praxis zu unterstützen: Hypnose erleben und verstehen. Auch die gesellschaftlichen Vorteile, die ein gesunder und methodisch kluger Umgang mit dem Unbewussten haben kann, sollen hierbei nicht vergessen werden.

In folgendem Interview kannst du mich ein bisschen besser kennen lernen: